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Grafik: Symbol für Islam - Halbmond mit SternMit rund 3,4 Millionen Gläubigen ist der Islam nach dem Christentum die zweitgrößte Religion in Deutschland. Dabei kann, wie bei anderen Religionen auch, von "dem" Islam nicht gesprochen werden. Neben den großen Richtungen von Sunniten und Schiiten sind auch in Deutschland islamische Sondergemeinschaften vertreten, etwa Sufi-Bruderschaften oder die Ahmadiyya-Bewegung. Darüber hinaus jedoch leben auch die Muslime ihre Religion individuell und unterschiedlich. Nicht jede(r), der dem Islam zugerechnet wird, beachtet alle Regeln, nicht alle Frauen tragen ein Kopftuch als Ausdruck ihres Glaubens und nicht alle Muslime besuchen am Freitag das traditionelle Freitagsgebet.
Der Islam ist vor allem durch Migration nach Deutschland gekommen, nur wenige Deutsche sind zum islamischen Glauben konvertiert. Nachdem für die Migranten immer deutlicher wurde, dass Deutschland ihre Heimat ist - für die Muslime der zweiten und dritten Generation ist dies ohnehin meist selbstverständlich -, verstärkte sich das Bestreben, den Glauben auch öffentlich sichtbar zu leben und als gleichberechtigte Religionsgemeinschaft in Staat und Gesellschaft Anerkennung zu finden. Dem stehen neben rechtlichen Fragen immer wieder auch Vorbehalte gegenüber dem Islam entgegen, die sich insbesondere seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York noch einmal verstärkt haben.
Bei der Bestimmung der Zahl der Muslime ist man auf Schätzungen angewiesen. Die Moscheeverbände dienen in der Regel nur der Aufrechterhaltung der religiösen Infrastruktur (Moscheen, religiöse Dienstleistungen). Strukturen, wie sie aus dem Christentum bekannt sind, sei es als Volkskirche (Evangelische Landeskirchen, Römisch-Katholische Kirche) oder als Gruppenkirche (christliche Freikirchen) sind dem Islam fremd, ebenso fehlen autoritative Strukturen. Gleichwohl gibt es seit den 1990er Jahren Bestrebungen, gemeinsame Interessenvertretungen zu organisieren, um die Bedingungen für das Leben der eigenen Religion zu verbessern.

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März 2005

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Letzte Aktualisierung: 17.03.2005

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